Farbwerksdispersionsmattlack 1521
| Anwendung: | Pastöser Dispersionsdrucklack mit sehr guten Seidenmatteigenschaften. Für Nass-in-Nass-Lackierung geeignet. |
| Auftragsart: | Farbwerk an Bogendruckmaschinen. Stellen, an denen beim Druck kein Lack abgenommen wird, sind möglichst lackfrei zu halten, um ein Antrocknen zu verhindern. Bei Maschinenstillstand empfehlen wir, Platte und Gummi mit Wasser zu waschen und Verzögerer 768 mittels einer Sprühflasche auf Walzen und Gummituch zu sprühen. Nicht auf Maschinenteile sprühen, löst Lackierung an! |
| Auftragsmenge: | Auf Druckmaschinen: 1–2,5 g/m² |
| Lieferviskosität: | pastös |
| Trocknungsbedingungen: | Beim Auftrag mit Druckmaschinen Luft oder Warmluft. |
| Heißsiegelfestigkeit: | gegen Polyvinylchlorid PVC gegen Polypropylen PP Bei extremen Anforderungen wird praktische Prüfung empfohlen. |
| Nassblockfestigkeit: | Nassblockfestigkeit gut, jedoch Prüfung vor Anwendung erforderlich. |
| Verklebbarkeit: | Eine Verklebbarkeit ist prinzipiell mit Dispersions- als auch Hotmelt-Klebern gegeben. Praktische Prüfungen sind empfehlenswert, da die Verarbeitungsbedingungen schwanken. Der Dispersionskleber Planatol AD 9994 weist ein breites Anwendungsspektrum auf. |
| Spez. Gewicht: | ca. 1,02 kg/l |
| Filmbildender Anteil: | ca. 75–77 % |
| Hinweis: | Vor Frost und Wärmeeinwirkung von über 35 °C (Sonnenstrahlung, Heizkörper usw.) schützen! Nach längerer Standzeit empfiehlt es sich, den lack gut aufzurühren. Maschinen und Geräte mit wasser reinigen, angetrockneten Lackreste können mit Reiniger 1026 entfernt werden. Wir empfehlen die Verwendung von Druckfarben, die nach DIN 16524/25 lösemittelecht, alkaliecht und spritecht sind. |
Verarbeitungshinweise für Farbwerksdispersionslacke
- Farbwerkslack sollte nicht verwendet werden, wenn die Grammatur des Bedruckstoffes 70 g/m² unterschreitet.
- Ein Antrocknen des Lackes auf Walze, Platte und Gummituch vermeiden, bei längeren Stillstandszeiten (ab 10 min.) mit Wasser waschen.
- Bei kürzeren Maschinenstillständen müssen Druckplatte und Gummituch gewaschen werden.
- Vor jedem Wiederanlauf der Maschine sollte man etwas frischen Lack in das Farbwerk einlaufen lassen, sowie die Druckplatte und das Gummituch vorfeuchten.
- Alkali- und lösemittelechte Druckfarben nach DIN 16524 verwenden.
- Lieferviskosität ist gleich Verarbeitungsviskosität, in Ausnahmefällen mit Wasser bis max. 2 % verdünnen.
- Bei vollflächigen Lackauftrag können normale Offsetdruckplatten eingesetzt werden.
- Zur Spotlackierung ist der Einsatz von Fotopolymerplatten erforderlich.
- Beim Lackieren mit großflächigen Aussparungen sind Vorversuche unerläßlich, da die Gefahr des Trockenlaufens besteht.
- Bei Auflagen über 2000 Bogen sollte durch Abschneiden der Gummituchunterlagen die zu lackierende Fläche begrenzt werden (mindestens 5mm zum Papierrand an allen Seiten), um zu verhindern, daß an Stellen, wo kein Lack abgenommen wird, dieser antrocknet. Ebenso wird eine Übertragung auf den Gegendruckzylinder verhindert.
- Sollte das Format nicht voll ausgenutzt werden, müssen die Zonen außerhalb der bedruckten Fläche auch leicht geöffnet werden, um eine Zirkulation des Lackes zu gewährleisten.
- Es dürfen nur Stärkepuder verwendet werden wie zum Beispiel:
• Puder 1520/1,
• Puder 1520,
• Puder 1530.
Es sollte mit normaler Pudermenge gearbeitet werden.
- Die Verarbeitung ist sowohl Nass-in-Nass als auch Nass-auf-Trocken möglich.
Dieses technische Merkblatt soll Sie informieren und beraten - es entspricht unserem derzeitigen Kenntnisstand. Da der konkrete Anwendungsfall jedoch von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist, kann eine Garantie für den Druckausfall daraus nicht abgeleitet werden.



