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Farbwerkdispersionsglanzlack 1730

Der Dispersionslack 1730 ist ein flüssiger Hochglanzlack, der über das Farbwerk verarbeitet wird. Die Verarbeitung ist sowohl Nass-in-Nass, als auch Nass-auf-Trocken möglich. Der Lack hat durch die lange offene Zeit auf den Walzen mit relativ schneller Trocknung eine gute Verdruckbarkeit. Der Dispersionslack 1730 ist für alle in der Verpackungsindustrie gängigen Bedruckstoffe, sowie für die meisten Etiketten- und Bilderdruckpapiere, geeignet. Der Lack hat bei gutem Glanz ausgezeichnete Schutzeigenschaften.

 

Technische Angaben:

Lieferviskosität:

dünnflüssig

Feststoffgehalt:

46–48 %

Dichte:

ca. 1,1 g/cm³

pH-Wert:

7,6–8,0

Blockfestigkeit:

sehr gut

Stapelfähigkeit:

sehr gut

Lagerung:

In verschlossenen Originalgebinde 6 Monate lagerfähig

Verklebbarkeit:

nach absoluter Durchtrocknung mit den gängigsten Dispersionsklebern verklebbar.
Eine praktische Prüfung wird jedoch empfohlen.


 

Verarbeitungshinweise für Farbwerksdispersionslack 1730

  • Farbwerkslack sollte nicht verwendet werden, wenn die Grammatur des Bedruckstoffes 70 g/m² unterschreitet.
  • Ein Antrocknen des Lackes auf Walze, Platte und Gummituch vermeiden, bei längeren Stillstandszeiten (ab 10 min.) mit Wasser waschen.
  • Bei kürzeren Maschinenstillständen müssen Druckplatte und Gummituch gewaschen werden.
  • Vor jedem Wiederanlauf der Maschine sollte man etwas frischen Lack in das Farbwerk einlaufen lassen, sowie die Druckplatte und das Gummituch vorfeuchten.
  • Alkali- und lösemittelechte Druckfarben nach DIN 16524 verwenden.
  • Lieferviskosität ist gleich Verarbeitungsviskosität, in Ausnahmefällen mit Wasser bis max. 2 % verdünnen.
  • Bei vollflächigen Lackauftrag können normale Offsetdruckplatten eingesetzt werden.
  • Zur Spotlackierung ist der Einsatz von Fotopolymerplatten erforderlich.
  • Beim Lackieren mit großflächigen Aussparungen sind Vorversuche unerläßlich, da die Gefahr des Trockenlaufens besteht.
  • Bei Auflagen über 2000 Bogen sollte durch Abschneiden der Gummituchunterlagen die zu lackierende Fläche begrenzt werden (mindestens 5mm zum Papierrand an allen Seiten), um zu verhindern, daß an Stellen, wo kein Lack abgenommen wird, dieser antrocknet. Ebenso wird eine Übertragung auf den Gegendruckzylinder verhindert.
  • Sollte das Format nicht voll ausgenutzt werden, müssen die Zonen außerhalb der bedruckten Fläche auch leicht geöffnet werden, um eine Zirkulation des Lackes zu gewährleisten.
  • Es dürfen nur Stärkepuder verwendet werden wie zum Beispiel:

• Puder 1520/1
• Puder 1520
• Puder 1530

Es sollte mit normaler Pudermenge gearbeitet werden.

  • Die Verarbeitung ist sowohl Nass-in-Nass als auch Nass-auf-Trocken möglich.

     

Dieses technische Merkblatt soll Sie informieren und beraten - es entspricht unserem derzeitigen Kenntnisstand. Da der konkrete Anwendungsfall jedoch von einer Vielzahl von Faktoren abhängig ist, kann eine Garantie für den Druckausfall daraus nicht abgeleitet werden.